Eva Baumann
Choreografin & Tänzerin
Multidisziplinäre Künstlerin & Produzentin
Dozentin & Vermittlerin
Foto ©Eva Baumann/privat
Eva Baumann arbeitet seit über 20 Jahren inter/national in verschiedenen Konstellationen und künstlerischen Formaten.
Die Neugierde und Offenheit sowie das Credo lebenslangen Lernens und jede Art von Kunst und Kultur zu schätzen, spielte schon während ihres Studiums eine wichtige Rolle.
Ausgebildet zur Bühnentänzerin wurde sie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main und zur Choreografin an der Codarts - Hogeschool voor de Kunsten in Rotterdam. Das Studium in Rotterdam wurde ihr ermöglicht durch ein Graduiertenstipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).
Zwischen 2003 und 2012 arbeitete sie als Tänzerin und Performerin europaweit mit Choreograf:innen, deren individuelle Handschriften sie nachhaltig beeinflusste und prägte.
Ihr Debüt als Choreografin feierte sie 2006 mit der abendfüllenden Produktion mutterseelenallein, für die sie noch als Studentin einen Produktionspreis vom niederländischen Prins Bernhard Cultuurfonds erhielt.
Seit 2012 fokussiert sich Eva Baumann auf ihre eigenen Produktionen. Als Grenzgängerin zwischen Tanztheater, Performance, Figurenspiel und Installation/Skulptur, initiiert und produziert sie ihre Arbeiten, die sie sowohl für Theaterräume als auch Site-Specific inszeniert.
Seit 2015 spielt außerdem die inhaltsbezogene Vermittlung für und mit dem Publikum eine wesentliche Rolle.
Kennzeichen ihrer Arbeit ist eine investigative Herangehensweise, der die Wechselwirkungen zwischen psychologischen, gesellschaftspolitischen und künstlerischen Fragestellungen untersucht. Der Körper und seine vielfältigen Ausdrucksformen sowie die Auseinandersetzung mit Räumen – reale wie gedankliche – zieht sich inhaltlich wie künstlerisch durch ihre Arbeit. Ästhetisch sucht sie nach originären Bewegungssprachen, wobei die Wahl der künstlerischen Mittel jedes Mal neu entsprechend dem jeweiligen Thema ausgehandelt wird. Sie arbeitet mit einem eigenwilligen Feinsinn für Form und Zeit, das ihren Stücken eine besondere Intensität verleiht.
Inhaltlich interessieren sie Aspekte von gesellschaftlichen Themen, die unsichtbar im Verborgenen schwelen, feministische Diskurse und historische Zusammenhänge zwischen Vergangenem, Gegenwärtigem und Zukünftigem.
Neben öffentlichen Förderungen erhielt Eva Baumann mehrere Stipendien, u.a. von der Kunststiftung Baden-Württemberg, dem Dachverband TANZ und vom Fonds Darstellende Künste. Künstlerresidenzen führten sie u.a. an die Stiftung Bauhaus in Dessau, zu Dance Limerick nach Irland oder an das Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop.
Seit 2009 unterrichtet sie in verschiedenen Kontexten, u.a. Lehrauftrag an der Hochschule für Schauspiel Ernst Busch in Berlin für die Abteilung Zeitgenössisches Puppenspiel.
Sie ist zertifiziert in Somatischem Yoga und absolvierte 2025 den ersten Intensiv-Trainings-Zyklus der Deep Listening® Methode. Mit dieser Methode ergänzt sie ihre künstlerische, vermittelnde und pädagogische Arbeit, die das Zuhören und somatische Ansätze in den Fokus rückt in einer Zeit globaler Krisen.
